Nacht von Elena Melodia


Autor: Elena Melodia
Preis: 16,99€
Verlag: PAN
Seitenanzahl: 448 Seiten


Seine Berührung ist wie Eis, das mich verbrennt, mich wärmt und tief in mir schmilzt. Eigentlich lebt Alma das perfekte Teenager-Leben: Sie führt mit ihrer kleinen Clique das Leben auf dem Schulhof an, und auch ihr neuer Mitschüler Morgan, der sie mit seinen seltsamen violetten Augen verzaubert, scheint fasziniert von ihr. Doch Alma hat ein Geheimnis: Nacht für Nacht sieht sie in ihren Alpträumen bestialische Morde. Als sie herausfindet, dass diese tatsächlich geschehen, wendet sie sich als Allererstes an Morgan. Die beiden kommen einem Geheimnis auf die Spur, in dessen Zentrum Alma selbst steht und über das sie Morgan zu verlieren droht … Spannend, romantisch und geheimnisvoll: Ein atemberaubendes Leseabenteuer um erste Liebe, wahre Freundschaft und große Gefahr!

Meine Freundinnen
Meine einzigen Freundinnen.
Ich nehme ihre Hände, und sie drücken meine fest.
Sie sind kalt, ich weiß, aber sie werden warm werden.
Alles wird gut werden.

Ich ging ohne große Erwartungen an dieses Buch heran. Die Inhaltsangabe klang zwar verlockend und das Cover zieht einen in seinen Bann, aber ich konnte mir nicht fiel unter dem Inhalt vorstellen und dann kam dieser Schreibstil! Eine vollkommene Umstellung für mich, denn die Sätze waren zunächst kurz und abgehackt. Ich musste mich erst daran gewöhnen. Dann kam aber doch noch die positive Überraschung! Ich tauchte in Almas Welt ein und fieberte mit ihr mit. Die Spannung stieg. Manchmal war ich wie rangekettet an dieses Buch und musste einfach wissen wie es weitergeht. Diese Stellen sorgten dafür, dass ich das Buch noch näher an meine Nase schob, noch gründlicher las und ewig dort saß. Mir fiuhr eine Gänsehaut über die Arme.

Der Schreibstil verbesserte sich zum Ende hin stark, was vielleicht auch bloß daran liegt, dass ich mich mit der Zeit an ihn gewöhnte. Elena Melodias Art sich auszudrücken gefiel mir.

Jeder Charakter hatte seine ganz eigene Art. Ob nun mutig, geheimnisvoll oder zurückhaltend. Besonders für Morgan konnte ich mich begeistern und Sympathien entwickeln. Er verzauberte mich vom ersten Moment an.

Es war faszinierend zu sehen, wie die Freundschaft zwischen Alma, Naomi, Seline und Agatha sich langsam auflöste, aber doch wieder festigen konnte. Die kleinen Zwischenfälle von jedem der Mädchen(Das heißt Naomi, Seline und Agatha) sorgten dafür, dass Alma nicht zu sehr hervorgehoben wurde, was ich wunderbar fand. Es regt mich immer wieder in all den Büchern auf, dass die Hauptprotagonisten fast immer perfekt und ganz wichtig dargestellt sind. Ja, sie sind die Hauptpersonen, aber dass Alma nicht total wichtig daragestellt wurde, hatte einfach etwas ... Normales oder kennt ihr jemanden, der extrem schön und wichtig ist und dem immer alles Schlechte und Gute passiert und wirklich nur ihm? Ich jedenfalls nicht.

Die Idee dahinter ist genial! In diesem Buch ist einfach alles enthalten. Es ist fesselnd, abwechsungsreich und kein bisschen langatmig oder gar schlecht.
  So ein abwechslungsreiches Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Mir wurde erst zum Ende hin klar, dass dies kein Einzelband ist. Wenn der nächste Teil erscheint, werde ich ihn mir sofort zulegen. Sehr empfehlenswert!

4,5 von 5 Punkten.

Ein halber Punkt abzug, weil der Schreibstil anfangs wirklich gewöhnungsbedrüftig ist. Ansonsten gibt es an diesem Buch nichts auszusetzen.



  

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Die Beschenkte von Kristin Cashore

Autor: Kristin Cashore
Preis: 19,90€ (Auch als Taschenbuch erschienen)
Verlag: Carlsen

Wie es sich wohl anfühlt, mit der Gabe des Tötens beschenkt, die Aura einer Unbesiegbaren zu verbreiten? Lady Katsa empfindet es mehr als Fluch denn als Segen. Zwar vermag sie mit Hilfe ihrer Autorität Gutes zu bewirken, doch es muss stets in aller Heimlichkeit geschehen: Seit dem Tod ihrer Eltern nämlich beansprucht König Randa Katsas Fähigkeit für seine niederen Zwecke, obwohl sie die Rolle des furchterregenden Racheengels verabscheut. Erst ihre Bekanntschaft mit einem anderen Beschenkten gibt Katsa endlich die nötige Kraft, aus Randas „Käfig“ auszubrechen. Anfänglich ist Bo, jüngster Prinz der Lienid und auf der Suche nach seinem Großvater, der Heldin ein Rätsel: Augenscheinlich mit der Gabe des Kämpfens beschenkt, fordert er Katsa nie ernsthaft heraus. Im Gegenteil: Bo hält eher seine zweite Wange hin, statt sie bei einem – wenngleich spielerischen – Gegenangriff zu verletzen. Aus einer vorsichtigen Annäherung wird, dank Bo’s unerschütterlichem Glauben an Katsas weichen Kern, Freundschaft. Gemeinsam spüren sie den Entführer von Bo’s Großvater auf und durchkreuzen infolgedessen die Pläne eines bestialischen Mörders: eines Königs mit der Gabe, die Gedanken der Menschen so zu manipulieren, dass sie an seine Unschuld glauben. Wer, wenn nicht zwei nach Gerechtigkeit strebende Beschenkte, aus deren Freundschaft allmählich Liebe erwuchs, könnten seinem entsetzlichen Treiben ein Ende bereiten?

Aber sie wollte auch nicht, dass er ging. Und das wusste er jetzt, weil sie es gedacht hatte. Und wusste er auch, dass sie wusste, dass er es wusste, weil sie auch das gedacht hatte?

Ich ging ziemlich misstrauisch an "Die Beschenkte". Der Inhalt klang in meinen Augen nicht wirklich verlockend und auf den ersten paar Seiten verstand ich nur Bahnhof. Es dauerte eine Weile, bis ich in der Geschichte drin war und gut verstand, worum es ging.

Katsa kam mir direkt sehr kalt vor. Und gar nicht fein, brav und wunderschön. Sie war einfach Katsa.
  Sie ist eine Beschenkte und könnte ihre Feinde mit dem kleinen Fingernagel umbringen. Beschenkte erkennt man daran, dass ihre Augen jeweils eine andere Farbe haben. Katsas waren grün und blau.

Es ist eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, doch ich erinnere mich noch daran, dass ich es nach einer gewissen Anzahl von Seiten nicht mehr weglegen konnte. Katsa und Bo fesselten mich. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weiterging.

"Die Flammende" spielt noch vor "Die Beschenkte". Dennoch würde ich erst "Die Beschenkte" lesen. Es ist früher erschienen und durch die Dinge, die man dort liest, wird man mehrmals in "Die Flammende" geschockt. So war das bei mir jedenfalls.
  Inhaltlich haben die beiden Bücher nicht sehr viel miteinander zu tun. Sie spielen einfach in der selben Welt und ein paar Charaktere kommen in beiden Büchern vor. Wer genau, will ich nicht verraten.

Fazit: Ein spannendes Buch, Fantasy-Fans gefallen wird, wenn sie es denn nicht schon längst gelesen haben. Die Rezension kommt etwas verspätet ...

4,5 Punkte
  und zwar deshalb, weil es ein paar Stellen gab, bei denen ich jetzt nicht unbedingt gesagt hätte, dass ich die echt super spannend und fesselnd fand. Das sollte allerdings niemanden abschrecken. Das Buch ist absolut empfehlenswert!

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