Aus Licht gewoben von Alexandra Bracken

 Autor: Alexandra Bracken
Seitenanzahl: 352 Seiten
Verlag: Goldmann
Preis: 8,99€


Ein einziger Tropfen Regen verändert ihre ganze Welt ...

Die sechzehnjährige Sydelle kennt nichts als Trockenheit und Dürre, bis der lang ersehnte Regen kommt – und mit ihm Wayland North. Der mysteriöse Magier ahnt, welch große Gabe Sydelle in sich trägt. Und so wählt er sie als Gefährtin für eine geheime Mission, die die beiden durch viele Gefahren bis in die entlegene Hauptstadt des Königreichs führen soll. Denn nur, wenn Wayland seine inneren Dämonen besiegt und Sydelle ihre wahre Bestimmung erkennt, können die beiden ihrer Heimat neue Hoffnung schenken …


Einige vereinzelte Kerzen tauchten einen Schreibtisch in gedämpftes Licht, abgesehen davon war der Raum genauso dunkel wie der nächtliche Himmel. An einem der offenen Fenster stand eine Frau mit langem, dunklem Haar. Sie war in eine atemberaubende Robe aus dunklem Purpur gekleidet, um die Schultern einen Umhang aus goldglänzendem Stoff. Ein kleines Lächeln umspielte ihre Lippen. Ein Lächeln, das mir seltsam vertraut vorkam.


Ich muss direkt sagen, dass der Name perfekt zu dem Buch passt!


Der Anfang hat mich direkt ein wenig gestört. Es geschah alles so schnell. Es regnete - große Verwunderung und Freude - da kommt ein Mann - Sydelles Eltern geben sie einfach weg. Das müssen vielleicht schlimme Eltern sein, die ihre Tochter einfach für ein wenig Regen an einen Zauberer geben, ohne zu wissen, ob sie sie je wiedersehen werden. Eine Stelle, an der mir Sydelles Eltern, aber auch Wayland North sehr unsympathisch wurden. Es dauerte eine Weile, bis ich den Zauberer wieder halbwegs leiden konnte.


Man wird nicht sofort in die Geschichte hineinkatapultiert. Denn bevor North auftauchte, gab es noch eine Stelle mit Henry und Sydelle. Meine Frage lautete: In welcher Beziehung standen die Beiden zueinander?!
Und wo blieb das große Mädchendrama, all der Schmerz, Vorwürfe gegenüber den Eltern, schlimme Worte und Tränen? Da war einfach nur Wut gegenüber dem Zauberer, aber über ihre Eltern machte sich Sydelle kaum Gedanken, denn eigentlich waren diese ja Schuld gewesen.


Zunächst konnte Sydelle North nicht ausstehen. Ganz langsam änderte sich das jedoch und die Beiden kamen sich Stück für Stück schleichend näher. Dass sie Autorin es geschafft hat, das so hinzubekommen, fand ich wirklich beeindruckend, denn in den meisten Büchern ist es so, dass es einen Moment gibt, in dem die Protagonisten einfach Freunde sind und im nächsten stehen sie knutschend auf der Straße.


"Aus Licht gewoben" spielt in einer anderen Welt, die stark an das Mittelalter erinnert. In dieser Welt gibt es Magie, Zauberer und andere Phantastische Dinge, die ich mochte.

Mir fehlte die Stelle, an der ich sagen konnte: Das ist der absolute Höhepunkt! Manchmal ging es hoch her und manchmal saß Sydelle einfach nur herum und wob.
   Ein wenig lächerlich wurde es dann für mich ziemlich weit hinten, als sie für eine Göttin gehalten wurde. Das hätte sich die Autorin ruhig sparen können. Die Handlung wäre auch so gut weitergegangen.

Das alles ist aber nicht unbedingt negativ. An den Stellen, wo die Spannung fehlte, kam das Magische nicht zu kurz. Ich liebte die Momente, als erzählt wurde, wie sehr man sich in einer anderen Welt beim Weben verlor.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Sydelle geschrieben. Ihre Entscheidungen erschienen mir nicht immer richtig, aber das tun sie bei keinem Buch. Sie war mir nicht unsympathisch, aber furchtbar nett fand ich sie auch nicht unbedingt. Sydelle ist jemand, den man irgendwie mögen kann, der besonders ist, gefüllt von Magie, sich beim Weben so in ihre Arbeit vetieft, dass sie alles um sich herum vergisst und sie ist hübsch.

Es soll keine Fortsetzung geben, was ich sehr schade finde, denn ich hätte gerne gewusst, wie es mit Sydelle und North weitergeht. Die Beiden haben mich in ihren Bann gezogen und ehrlich gesagt mochte ich sie streitend noch viel mehr als liebend.

Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch, das einen an bestimmten Stellen verzaubert und in seinen Bann zieht.
Ich würde es trotz einiger Kritikpunkte weiterempfehlen und vergebe ...

4 von 5 Punkten

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Blutbraut von Lynn Raven

Autor: Lynn Raven
Seitenanzahl: 736
Verlag: Cbt
Preis: 14,99€

Magie macht ihn stark, Liebe verletzlich

Seit sie denken kann, ist Lucinda Moreira auf der Flucht vor Joaquín de Alvaro, denn sie ist eine „Blutbraut", und nur sie kann den mächtigen Magier davor bewahren, zum Nosferatu zu werden. Dazu aber müsste sie ihm ihr Blut geben und sich auf ewig an den Mann binden, der für sie die Verkörperung alles Bösen scheint.

Doch dann tritt genau das ein, wovor sie sich fürchtet: Gerade als Lucinda sich erstmals verliebt hat, und zwar in den charmanten Cris, wird sie entführt und auf das Anwesen Joaquíns gebracht. Lucinda ist in eine Falle gelaufen, denn Cris ist kein anderer als Joaquín de Alvaros Bruder, und auch er sucht eine Blutbraut …

Doch die beiden Brüder sind nicht die einzigen. Auch andere Mitglieder ihres Konsortiums begehren Lucindas Blut. Als Lucinda in die Gewalt eines von ihnen gerät und Joaquín sie unter Einsatz seines Lebens befreit, beginnt Lucinda sich zu fragen, welches die wahren Motive für sein Handeln sind …


“Wie geht es ihr heute morgen?”
“Gut genug, um mich zum Teufel zu wünschen.”
“Oha, was genau hat sie gesagt?”
“Ich glaube, der entscheidende Satz war: >Verpiss dich endlich, du Scheißkerl!<”

Es fällt mir schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, denn es hat mich einfach umgehauen. Schon das Cover machte mich neugierig.
   Der Anfang hat mich zunächst etwas verwirrt. Ich schreckte auch ein wenig vor der hohen Seitenanzahl zurück, doch das machte sich sofort wett. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin, fliegt man förmlich hindurch und fängt kein bisschen an, sich zu langweilen. Ich liebte die Frische, das Moderne darin. Es gefällt mir immer wieder in Lynn Ravens Büchern

Die Liebesgeschichte zwischen Joaquín und Lucinda steht nicht unbedingt im totalen Vordergrund, wird aber auch nicht vernachlässigt. Ich habe gelacht und geweint und mich in das Buch und die Charaktere darin verliebt.

Und obwohl ich kein Spanisch spreche, konnte ich eigentlich alles gut verstehen. Die Namen haben mich total begeistert.
 Die Charaktere waren mir auf Anhieb sympathisch, obwohl ich mir bei Lucinda manchmal dachte: "Ach, komm schon!", doch bei welchem Buch ist das denn schon nicht so? Welcher Hauptprotagonist handelt und denkt immer genau richtig?
  Eine Blutbraut zu sein muss hart sein. Ewig ist Lucinda geflohen, aber jede Flucht endet irgendwann. Mann kann schließlich nicht sein Leben lang Angst haben. Dafür hatte sie einen starken Charakter, war mutig und einfach bezaubernd.

Spannnung garantiert! Ein geniales Buch, wie wir es von Lynn Raven gewohnt sind. Aber ein Buch von ihr wäre keins, wenn es kein Fantasybuch wäre. Wer sich für Vampire interessiert, sollte es unbedingt lesen.

Zum Cover: Eines meiner absoluten Lieblinge! Eine hübsche Junge Frau (oder Mädchen, wie man es nimmt), die eine Träne aus Blut vergießt. So kann ich mir Lucinda vorstellen. Außerdem trägt sie auf dem Bild ein wunderschönes Kleid (ich gehe stark davon aus, dass es ein Kleid ist).

Fazit: Schreckt nicht vor den 736 Seiten zurück!! Es lohnt sich auf alle Fälle, dieses Meisterwerk zu lesen.
Sehr empfehlenswert.



Weitere Werke der Autorin:

- Der Kuss des Dämons
- Das Herz des Dämons
- Das Blut des Dämons

-Werwolf
-Der Kuss des Kjer
-Der Spiegel von Feuer und Eis
-Hexenfluch


5 von 5 Punkten

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